Unsere 22 Reduktions–
massnahmen
Das Pariser Klimaabkommen sieht vor, dass die globalen Treibhausgasemissionen bis spätestens 2030 halbiert werden müssen. Nur so können die schlimmsten Folgen des Klimawandels verhindert werden. Um zur Erreichung dieses Ziels beizutragen, hat sich PET-Recycling Schweiz im Januar 2022 verpflichtet, ein Paket mit 22 wissenschaftlich fundierten Massnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen im gesamten PET-Recyclingsystem – von der Sammlung bis zum Wiedereinsatz des Rezyklats – umzusetzen.
Damit hält sich PET-Recycling Schweiz an die Empfehlungen des Weltklimarats der Vereinten Nationen. Dieser hat in seinem neusten Bericht einen «Code Red» für die Menschheit ausgerufen und fordert rasche und weitreichende Massnahmen zur Reduktion der globalen Klimaemissionen. Der Schritt von PET-Recycling Schweiz soll auch eine Signalwirkung für andere Branchen entfalten und diese motivieren, ähnliche Beschlüsse zu fassen.
| Bereich | Massnahmen & Umsetzung | Stand |
|---|---|---|
| Reduktion Gasverbrauch | Massnahme: Durch kleinere Büroräumlichkeiten wird der Gaskonsum um 46 % reduziert. | |
| Umstellung auf Biogas | Massnahme: Erdgas wird durch Biogas ersetzt: Bis 2025 wird der Biogas-Anteil 80 % betragen und danach konstant bleiben. | |
| Reduktion Fernwärme | Massnahme: Durch kleinere Büroräumlichkeiten wird der Fernwärmebedarf um 46 % gesenkt. | |
| Reduktion Wasserverbrauch | Massnahme: Durch kleinere Büroräumlichkeiten wird der Wasserbedarf um 46 % gesenkt. | |
| Reduktion Elektrizitätsverbrauch | Massnahme: Durch den Umzug in kleinere Büroräumlichkeiten wird der Elektrizitätsbedarf um 41 % gesenkt. | |
| Reduktion Netzstrom | Massnahme: Durch den Umzug in kleinere Büroräumlichkeiten wird der Elektrizitätsbedarf um 46 % gesenkt. | |
| Umstellung auf erneuerbare Energien | Massnahme: Bis 2025 stammt der Netzstrom vollständig aus erneuerbaren Quellen. | |
| Bereich | Massnahmen & Umsetzung | Stand |
|---|---|---|
| Reduktion durch vermehrte Online-Sitzungen | Massnahme: Bis 2025 werden 10 % der Sitzungen online durchgeführt. Bis 2030 wird der Anteil auf 15 % erhöht. | |
| Reduktion durch vermehrtes Home-Office | Massnahme: Alle Mitarbeitenden werden bis 2025 an mindestens einem Tag pro Woche im Home-Office arbeiten. Bis 2030 wird das Home-Office auf 1,5 Tage pro Woche erhöht. | |
| Umstieg auf ÖV, Velo, E-Bike, etc. | Massnahme: Alle Mitarbeitenden, die einen Arbeitsweg von weniger als 20 Kilometer haben, wechseln vom Auto auf ein nachhaltigeres Transportmittel (z. B. Velo, E-Bike oder ÖV). | |
| Umstellung auf elektrische Fahrzeugflotte | Massnahme: Die Fahrzeugflotte wird bis Ende 2025 auf Elektrofahrzeuge umgestellt, die ausschliesslich mit erneuerbarem Strom betrieben werden. | |
| Bereich | Massnahmen & Umsetzung | Stand |
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| Vermeidung von Sammelsäcken | Massnahme: Bis 2030 werden 20 % weniger Einweg-Sammelsäcke verwendet. Die Sammlung wird überarbeitet, damit Einweg-Sammelsäcke durch Mehrwegsäcke oder andere, umweltfreundlichere Alternativen ersetzt werden können. | |
| Sammelsäcke aus Recycling-Plastik | Massnahme: Die Sammelsäcke für PET-Getränkeflaschen werden bis 2030 zu 100 % aus Recycling-Material bestehen. | |
| Bereich | Massnahmen & Umsetzung | Stand |
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| Umstellung auf erneuerbare Energien | Massnahme: Bis 2025 werden 25 % der Transporte auf der Schiene oder mit Wasserstoff, Biogas oder erneuerbarem Strom betriebenen LKW durchgeführt. Bis 2030 wird der Anteil mindestens 50 % betragen. Umsetzung: Vertragsgespräche mit Transportpartnern zum Wechsel auf umweltfreundlichere Transportmöglichkeiten wurden gestartet. Die Reduktionen entsprechen noch nicht den Erwartungen. | |
| Bereich | Massnahmen & Umsetzung | Stand |
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| Neue Sortieranlage | Massnahme: Die Sortieranlage in Neuenhof (AG) wird durch eine neue Anlage mit Bahnanschluss in Oberengstringen (ZH) ersetzt. Die neue Sortieranlage weist eine erhöhte Effizienz beim Stromverbrauch auf. | |
| Umstellung auf erneuerbare Energien | Massnahme: Die Sortieranlagen beziehen ab 2025 nur noch Strom aus erneuerbaren Quellen. PET-Recycling Schweiz wird darauf hinwirken, diese Bedingung vertraglich festzulegen. | |
| Bereich | Massnahmen & Umsetzung | Stand |
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| Mehr Rezyklat für den geschlossenen Flaschenkreislauf | Massnahme: Dank Innovationen und neuster Recyclingtechnik können seit Mitte 2019 auch grüne und braune PET-Getränkeflaschen im geschlossenen Flaschenkreislauf rezykliert werden. 2024 konnten dadurch 60 % des | |
| Umstellung auf erneuerbare Energien | Massnahme: Die Recycling-Anlagen beziehen ab 2025 nur noch Strom aus erneuerbaren Quellen. PET-Recycling Schweiz wird darauf hinwirken, diese Bedingung vertraglich festzulegen. | |
| Geschlossener Kreislauf für PE-Deckel | Massnahme: Die PE-Deckel werden entweder wieder zu Deckeln verarbeitet, oder es werden Produkte hergestellt, die an deren Lebensende erneut rezykliert werden können. | |
| Verbesserung des Recyclings von PET-Nicht-Getränkeflaschen | Massnahme: Garn, Fasern, Folien und Umreifungsbänder, die aus Recycling-PET hergestellt wurden, werden bis 2030 zu 70 % rezykliert und damit nicht mehr der Kehrichtverbrennung zugeführt. | |
| Bereich | Massnahmen & Umsetzung | Stand |
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| Umstellung auf erneuerbare Energien – Getränkeflaschen | Massnahme: Die Hersteller von PET-Preforms und -Getränkeflaschen aus Recycling-PET verwenden für den Granulierungsprozess und das Spritzgussverfahren bis 2030 mindestens 50 % erneuerbaren Strom. | |
| Umstellung auf erneuerbare Energien – Garn, Fasern, Folien und Umreifungsbänder | Massnahme: Die Hersteller von Garn, Fasern, Folien und Umreifungsbändern aus Recycling-PET verwenden beim Granulierungsprozess und bei der Extrusion bis 2030 mindestens 50 % erneuerbaren Strom. | |
20’000 Was wir bisher erreicht haben
Wir sind fast auf Kurs
Im Januar 2022 hat sich PET-Recycling Schweiz dazu verpflichtet, einen Beitrag zur Erreichung des 1,5-Grad-Ziels des Pariser Klimaabkommens zu leisten. Mit der Umsetzung eines Grossteils der Massnahmen konnten bereits wichtige Grundlagen geschaffen werden, auch wenn das Reduktionsziel noch nicht in allen Bereichen vollständig erreicht ist. Besonders erfreulich sind die Fortschritte bei den direkten und indirekten Emissionen sowie die deutliche Senkung der PET-Verbrennung dank einer höheren Closed-Loop-Quote.
Direkte und indirekte Treibhausgasemissionen 2019 bis 2024
Seit 2019 konnte PET-Recycling Schweiz seine direkten und indirekten Treibhausgasemissionen um 56 Prozent senken. Im Vergleich zum Vorjahr blieben die Emissionen jedoch nahezu unverändert. Aktuell liegen wir 44 Prozent unter dem vorgesehenen Reduktionspfad und sind damit auf Kurs zur Erreichung des 1,5-Grad-Ziels. Ein wesentlicher Grund für den starken Rückgang von 2022 auf 2023 war die Anschaffung neuer Elektroautos – ein Ansatz, den wir weiterhin verfolgen.
Treibhausgasemissionen entlang der Wertschöpfungskette 2019 bis 2024
Die grössten Emissionstreiber bleiben die Weiterverarbeitung der verkauften PET-Getränkeflaschen – also deren Sortierung und stoffliche Verwertung – sowie der Bereich «End-of-Life». Im Bereich «End-of-Life» schlägt insbesondere PET-Rezyklat aus dem offenen Kreislauf zu Buche. Damit sind Produkte aus Rezyklat aus der PRS-Sammlung gemeint, welche nach ihrer Nutzung jedoch kein zweites Mal stofflich verwertet werden können und deshalb der thermischen Verwertung zugeführt werden müssen.
Im Gegensatz zu diesem offenen Kreislauf steht der geschlossene Kreislauf, den PET-Recycling Schweiz anstrebt. Denn PET-Rezyklat im geschlossenen Kreislauf kann immer und immer wieder stofflich verwertet werden. Folglich fallen für dieses Material auch keine «End-of-Life»-Emissionen an. Ein höherer Anteil von Closed-Loop-Material wirkt sich deshalb besonders positiv auf die Umweltbilanz aus. Gegenüber dem Vorjahr konnte der Closed-Loop-Anteil um fünf Prozentpunkte gesteigert werden. Entsprechend sind die Emissionen bei der thermischen Verwertung um 22 Prozent gesunken, was rund 60 Prozent der gesamten Einsparungen gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch der Rückgang von PE in Nebenströmen sowie die sinkende Menge an Fremdstoffen trugen zur Verbesserung bei.
Pariser Klimaabkommen
Das Pariser Klimaabkommen ist das Resultat der UNO-Klimakonferenz von 2015. Es hat zum Ziel, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Zudem sollen Anstrengungen unternommen werden, den Temperaturanstieg möglichst sogar auf unter 1,5 Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen.
Insgesamt haben 194 Staaten das Pariser Klimaabkommen unterschrieben, darunter auch die Schweiz. Auch viele Unternehmen haben sich zur Einhaltung des Abkommens verpflichtet. PET-Recycling Schweiz hat sich für die Umsetzung des ambitionierteren 1,5-Grad-Ziels entschieden.
PET-Recycling Schweiz will seinen Teil dazu beitragen, die Erderwärmung so stark wie möglich zu reduzieren. Gleichzeitig will der Verein den Tatbeweis erbringen, dass eine gesamte Branche auch hoch gesteckte Klimaziele allein durch eigenverantwortliches Handeln und mit freiwilligen Massnahmen erreichen kann.
Ja. Externe Klimaexpertinnen und -experten überwachen die Fortschritte von PET-Recycling Schweiz laufend. Ab 2023 wird die Recycling-Organisation zusätzlich zum Geschäftsbericht einen öffentlich verfügbaren Umweltbericht publizieren, in dem die Fortschritte dokumentiert werden.