Auf dem Weg zur Arbeit, im Park oder beim Stadtspaziergang: Immer mehr PET-Flaschen werden unterwegs gekauft und unmittelbar konsumiert. Der Getränkekonsum im öffentlichen Raum stellt die Verwaltungen vor wachsende Herausforderungen. Genau hier setzt ein aktueller Pilotversuch des Kantons Basel-Stadt an.
Seit dem 1. Juni erprobt die Stadt Basel an zwanzig ausgewählten, zentralen Standorten – zum Beispiel beim Barfüsserplatz oder an der Streitgasse – eine neue Lösung für die getrennte Sammlung von Wertstoffen bei öffentlichen Abfallkübeln. Die Behälter werden dort eingesetzt, wo täglich viele Menschen unterwegs sind und direkt dort, wo Flaschen und Dosen leergetrunken werden. Der Pilotversuch soll zeigen, wie die getrennte Sammlung von PET-Flaschen und Alu-Dosen im öffentlichen Raum angenommen wird und wie sie das Recycling unterwegs erleichtern kann. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen als Grundlage für die Weiterentwicklung entsprechender Angebote in Basel und anderen Städten dienen.
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Geschäftsbereichsleiter PET-Recycling Schweiz
Recycling und Stadtsauberkeit gemeinsam denken
Recycling im öffentlichen Raum ist eng mit der Stadtsauberkeit verbunden: Während Städte viel Aufwand in die Reinigung investieren, möchten immer mehr Menschen Wertstoffe auch unterwegs getrennt entsorgen. Der Pilotversuch bietet die Möglichkeit, beide Fragestellungen gemeinsam zu betrachten: Wie lässt sich die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum verbessern? Und wie können Ressourcen im Kreislauf gehalten werden?
«Recycling unterwegs muss einfach und intuitiv sein. Mit dem Versuch möchten wir herausfinden, welche Lösungen von der Bevölkerung gut angenommen werden.»

Projektleiter Stadtreinigung Stadt Basel
Ein Pilot mit Signalwirkung
Viele Gemeinden suchen nach praktikablen Lösungen, um Recycling ausser Haus weiter auszubauen. Der Pilotversuch könnte deshalb auch über die Kantonsgrenzen hinaus wichtige Erkenntnisse liefern.
Welche Erfahrungen Basel mit den neuen Sammelmöglichkeiten macht und welche Schlüsse das Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons daraus zieht, wird sich nach Abschluss des Pilotprojekts zeigen. Erste Auswertungen werden Ende des Jahres vorliegen.