IGSU-Studie
Die «Grosse Schweizer Littering-Studie» der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) und der IGSU, des Schweizer Kompetenzzentrums gegen Littering, zeigt in ihrem ersten Feldexperiment, welche Massnahmen wirklich gegen Littering in Picknick- und Freizeitzonen wirken. PET-Recycling Schweiz freut sich über die klaren Studienresultate.
Recyclingstationen reduzieren Littering um 31 Prozent – das hat die Studie der FHNW und der IGSU bewiesen. Die Ergebnisse der «Grossen Schweizer Littering-Studie» sollen den Städten und Gemeinden Instrumente an die Hand geben, um effektiv und effizient gegen Littering vorzugehen.

«Die Resultate zeigen, dass gut platzierte, sichtbare PET-Sammelstellen nicht nur mehr PET-Getränkeflaschen zurück in den Kreislauf bringen, sondern auch für mehr Sauberkeit im öffentlichen Raum sorgen.»
Geschäftsführer PET-Recycling Schweiz
Kombinierte Massnahmen sind am effektivsten
Für das erste Feldexperiment wurden verschiedene Anti-Littering-Massnahmen in Picknick- und Freizeitzonen getestet. Die grösste Wirkung zeigten situationsspezifische Massnahmen wie auffällige Pfeile neben Abfalleimern, witzige Sprüche auf Eimern oder Recyclingstationen. Sie führten zu einer Littering-Reduktion um 31 bis 38 Prozent. Auch Sensibilisierungsmassnahmen zeigten Wirkung: Plakate, die auf die ökologischen Folgen von Littering hinwiesen, führten zu einer Reduktion um bis zu 32 Prozent. Am besten funktionierte eine Kombination aus beiden Massnahmentypen mit einer Littering-Reduktion um bis zu 49 Prozent – und der Effekt hielt noch zwei Wochen nach dem Abbau an.
Im Sommer 2026 folgen weitere Feldexperimente in Verpflegungszonen rund um Take-aways; 2027 werden die Untersuchungen entlang von Regionalstrassen fortgesetzt.