Klimaziel - PET-Recycling Schweiz

Klimaschutz steht im Zentrum

Das PET-Recycling in der Schweiz hat sich verpflichtet, das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens bis zum Jahr 2030 einzuhalten.

Darum handeln wir jetzt

Im Januar 2022 hat sich PET-Recycling Schweiz dazu verpflichtet, Verantwortung zu übernehmen und einen Beitrag zur Erreichung des 1,5-Grad-Ziels zu leisten, um den Klimawandel einzudämmen. 

Dafür wurde ein Paket mit 22 wissenschaftlich fundierten Massnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen im gesamten PET-Recyclingsystem – von der Sammlung bis zum Wiedereinsatz des Rezyklats – ausgearbeitet. Acht dieser Massnahmen konnten in den vergangenen Jahren erfolgreich umgesetzt und abgeschlossen werden. Dazu gehören die Reduktion von Fernwärme, Wasserverbrauch, Elektrizitätsverbrauch und Netzstrom sowie die Umstellung auf erneuerbare Energien. Weitere Fortschritte wurden durch vermehrte Online-Sitzungen, Home-Office und die neue Sortieranlage in Oberengstringen (ZH) erzielt. Ebenfalls abgeschlossen wurde die Massnahme «Reduktion Gasverbrauch». Die mit dem Umzug in kleinere Büroräumlichkeiten erfolgte Reduktion des Gasverbrauchs lag zwar unter den Erwartungen, kann derzeit aber nicht weiter optimiert werden. Diese Massnahmen werden deshalb in diesem Umweltbericht nicht mehr separat aufgeführt. 

Zudem wurden die Massnahmen «Verbesserung des Recyclings von PET-Nicht-Getränkeflaschen» sowie «Umstellung auf erneuerbare Energien bei Garn, Fasern, Folien und Umreifungsbändern» im Rahmen einer Neuevaluation aus der Übersicht entfernt. Die betroffenen Produzenten sind keine direkten Akteure im PET-Kreislauf von PET-Recycling Schweiz, weshalb PET-Recycling Schweiz in diesen Bereichen keinen direkten Einfluss auf die Umsetzung hat. Neu aufgenommen wurden hingegen die Bestrebungen, die Sammelqualität zu verbessern sowie brennbare Abfälle als Ersatzbrennstoffe einzusetzen.

Unsere 13 Reduktions
massnahmen

BereichMassnahmen & UmsetzungStand
Umstellung auf Biogas

Massnahme: Erdgas soll schrittweise durch Biogas ersetzt werden. Bis 2025 wurde ein Biogas Anteil von 80 % angestrebt. 
Umsetzung: Der genaue Anteil von Biogas im Energiemix ist derzeit noch nicht bekannt. Die entsprechenden Daten sollen im Jahr 2026 erhoben werden.

BereichMassnahmen & UmsetzungStand
Umstieg auf ÖV, Velo, E-Bike, etc.

Massnahme: Alle Mitarbeitenden, die einen Arbeitsweg von weniger als 20 Kilometern haben, wechseln vom Auto auf ein nachhaltigeres Transportmittel (z.B. Velo, E-Bike oder ÖV).
Umsetzung: Zur Überprüfung der erzielten Reduktionen ist für das Geschäftsjahr 2026 eine erneute Pendelumfrage geplant.

Umstellung auf elektrische Fahrzeugflotte

Massnahme: Die Fahrzeugflotte wird schrittweise auf Elektro-fahrzeuge umgestellt, die ausschliesslich mit erneuerbarem Strom betrieben werden.
Umsetzung: Per Ende 2025 wurde die Fahrzeugflotte bis auf ein Fahrzeug vollständig auf Elektroantrieb umgestellt. Die Umstellung des verbleibenden Dieselautos auf ein Elektrofahrzeug erfolgt schnellstmöglich. Die Reduktionen entsprechen den Erwartungen.

BereichMassnahmen & UmsetzungStand
Vermeidung von Sammelsäcken

Massnahme: Der Einsatz von Einweg-Sammelsäcken soll reduziert, und umweltfreundlichere Alternativen sollen geprüft werden.
Umsetzung: Es wurden Tests mit genähten, wasserdichten Mehrweg-Nylonsäcken durchgeführt. Da die operativen Anforderungen nicht erfüllt werden konnten, wurde das Pilotprojekt im Jahr 2025 beendet und nicht weiter umgesetzt.

Sammelsäcke aus Recycling-Plastik

Massnahme: Die Sammelsäcke für PET-Getränkeflaschen sollen bis 2030 zu 100 % aus Recycling-Material bestehen.
Umsetzung: Seit 2023 bestehen die Sammelsäcke zu über 80 % aus Rezyklat und die BigBags an den Sammelstellen zu 30 % aus Tide Ocean Material, ein zertifiziertes Recyclingmaterial aus Meeresplastik. Die Reduktionen entsprechen den Erwartungen. 

Verbesserung der Sammelqualität (Neue Massnahme)

Massnahme: Durch die intensivierte Sensibilisierung von Endverbraucherinnen und Endverbrauchern für die korrekte PET-Sammlung wird eine Verbesserung der Sammelqualität erreicht.
Umsetzung: Mit Influencer Kampagnen auf TikTok und Instagram sowie Digital Out of Home Kampagnen im öffentlichen Raum wurden im Jahr 2025 insgesamt mehr als 24 Millionen Personen erreicht.

BereichMassnahmen & UmsetzungStand
Umstellung auf erneuerbare Energien

Massnahme: Bis 2030 sollen mindestens 50 % der Transporte auf der Schiene oder mit LKW mit nicht fossilen Antrieben (Wasserstoff, Biogas oder erneuerbarem Strom) durchgeführt werden. Umsetzung: Per Ende 2025 wurden 17 % der Transportstrecken mit nicht fossilen Antrieben zurückgelegt. Ab dem Geschäftsjahr 2026 werden neu zudem Transporte auf der Schiene systematisch erfasst. PET-Recycling Schweiz hält an den vertraglichen Vereinbarungen fest und fordert deren Einhaltung durch die Lieferanten ein.

BereichMassnahmen & UmsetzungStand
Umstellung auf erneuerbare Energien

Massnahme: Der Anteil am Strombezug der Sortierzentren aus erneuerbaren Quellen soll kontinuierlich erhöht werden. Umsetzung: Ende 2025 stammten 14 % des eingekauften Stroms aller Sortierzentren aus Photovoltaikanlagen. Der übrige Strom wurde über den Verbrauchermix bezogen. PET-Recycling Schweiz hält an den vertraglichen Vereinbarungen fest und fordert deren Einhaltung durch die Lieferanten ein.

BereichMassnahmen & UmsetzungStand
Mehr Rezyklat für den geschlossenen Flaschenkreislauf

Massnahme: Der Anteil des im geschlossenen Flaschenkreislauf wiederverwendeten Rezyklats, das für die Herstellung von neuen PET-Getränkeflaschen verwendet werden kann, soll kontinuierlich erhöht werden.
Umsetzung: PET-Recycling Schweiz fördert den geschlossenen Kreislauf konsequent, damit aus dem Rezyklat immer wieder Produkte gleicher Qualität hergestellt werden können. So soll der Flasche-zu-Flasche-Anteil weiter gesteigert und die Emissionen im End-of-Life- Bereich reduziert werden.

Umstellung auf erneuerbare Energien

Massnahme: Der Anteil am Strombezug der Recycling-Anlagen aus erneuerbaren Quellen soll kontinuierlich erhöht werden.
Umsetzung: Per Ende 2025 stammten 34 % des Stromverbrauchs der Recycling-Anlagen aus erneuerbaren Energien. PET-Recycling Schweiz hält an den vertraglichen Vereinbarungen fest und fordert deren Einhaltung durch die Lieferanten ein.

Geschlossener Kreislauf für PE-Deckel

Massnahme: Die PE-Deckel sollen möglichst im geschlossenen Kreislauf wiederverwertet werden, entweder als neue Deckel oder als Produkte, die an ihrem Lebensende erneut rezykliert werden können.
Umsetzung: Ende 2024 startete PET-Recycling Schweiz in der Sortieranlage der AGIR AG einen Testlauf zur stofflichen Verwertung des im Sortierprozess gewonnenen PE-Materials. Seither werden über 80 % des von der AGIR AG sortierten PE-Materials stofflich verwertet. Ab 2026 wird gemeinsam mit Polyrecycling ein Pilotprojekt zur Erprobung einer neuen Recyclingtechnologie durchgeführt, mit dem PE-Deckel künftig möglichst wieder zu neuen Deckeln verarbeitet werden sollen.

Verwertung brennbarer Abfälle als Ersatzbrennstoff (Neue Massnahme)

Massnahme: Die bei der PET-Sortierung anfallenden brennbaren Abfälle sollen möglichst als Ersatzbrennstoffe in Zementwerken verwertet, anstatt in Kehrrichtverbrennungsanlagen behandelt werden.
Umsetzung: Ein Grossteil der im Sortierzentrum der AGIR anfallenden brennbaren Abfälle wird bereits als Ersatzbrennstoff verwertet. Derzeit wird geprüft, inwiefern dieses Vorgehen auch auf weitere Sortieranlagen ausgeweitet werden kann.

BereichMassnahmen & UmsetzungStand
Umstellung auf erneuerbare Energien – Getränkeflaschen

Massnahme: Die Hersteller von PET-Preforms und -Getränkeflaschen aus Recycling-PET sollen für den Granulierungsprozess und das Spritzgussverfahren bis 2030 mindestens 50 % erneuerbaren Strom verwenden.
Umsetzung: Ein Teil der Preformhersteller hat sich bereits verpflichtet, den gesamten Strombedarf aus erneuerbaren Energien zu decken. Die Unternehmen informieren PET-Recycling Schweiz regelmässig über die Fortschritte der Nutzung.

Schweiz
Arrows Up 22
Reduktionsmassnahmen wurden definiert
Um 46 %
sollen die Emissionen entlang der Wertschöpfungskette reduziert werden
Arrows Down Jährlicher
Umweltbericht wird umgesetzt und kommuniziert
Schweiz
Arrows Up 22
Reduktionsmassnahmen wurden definiert
Um 46 %
sollen die Emissionen entlang der Wertschöpfungskette reduziert werden
Arrows Down Jährlicher
Umweltbericht wird umgesetzt und kommuniziert

Was wir bisher erreicht haben

Im Rahmen des Pariser Klimaabkommens hat sich PET-Recycling Schweiz dazu verpflichtet, die direkten Treibhausgasemissionen und die indirekten Emissionen aus eingekaufter Energie bis 2030 um 80 Prozent zu reduzieren, ausgehend vom Basisjahr 2019. Die Emissionen entlang der Wertschöpfungskette sollen bis 2030 um 46 Prozent reduziert werden. Durch die Umsetzung eines Grossteils der Massnahmen konnte PET-Recycling Schweiz bereits zentrale Fortschritte erzielen, auch wenn das Reduktionsziel noch nicht in allen Bereichen vollständig erreicht ist.

Direkte und indirekte Treibhausgasemissionen 2019 bis 2025

Dank der voranschreitenden Elektrifizierung der Fahrzeugflotte und einem tieferen Heizverbrauch konnte PET-Recycling Schweiz 2025 die direkten Emissionen und indirekten Emissionen aus eingekaufter Energie gegenüber dem Vorjahr um rund 59 Prozent senken. Dies ergibt eine Gesamtreduktion von 80 Prozent seit 2019. PET-Recycling Schweiz befindet sich damit klar auf Kurs in Richtung Netto Null. 

Treibhausgasemissionen entlang der Wertschöpfungskette 2019 bis 2025

Die Emissionen entlang der Wertschöpfungskette sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Grund dafür ist eine verbesserte Datenbasis: Durch frühere Hochrechnungen wurden thermisch verwertete Nebenströme, wie Abfälle und Fremdstoffe aus dem Sortier- und Verwertungsprozess, bisher unterschätzt. Die Hochrechnungen wurden 2025 durch direkt erhobene, unternehmensspezifische Daten ersetzt. Dadurch lassen sich die Emissionen genauer berechnen und zuordnen, was unter anderem zu Verschiebungen zwischen einzelnen Kategorien sowie insgesamt zu höheren Emissionswerten geführt hat.

Die Emissionen entlang der Wertschöpfungskette haben seit 2019 zwar abgenommen, liegen aber noch rund 12 Prozent über dem Reduktionspfad, der nötig ist, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen. Deshalb wird PET-Recycling Schweiz weiterhin einen Fokus auf die nachgelagerte Wertschöpfungskette setzen, so zum Beispiel auf die Weiterverarbeitung verkaufter Produkte: Im offenen Kreislauf wird aus PET-Rezyklat statt einer PET-Getränkeflasche ein anderes Produkt hergestellt, wodurch das Rezyklat kein weiteres Mal stofflich verwertet werden kann. PET-Recycling Schweiz fördert den geschlossenen Kreislauf konsequent, damit aus dem Rezyklat immer wieder Produkte gleicher Qualität hergestellt werden können. So soll der Flasche-zu-Flasche-Anteil weiter gesteigert und die Emissionen im End-of-Life-Bereich reduziert werden.

Pariser Klimaabkommen

Das Pariser Klimaabkommen hat zum Ziel, die Erderwärmung auf 1,5 Grad gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. PET-Recycling Schweiz orientiert sich in der Umsetzung seiner Klimaschutzmassnahmen an der «Science-based Targets initiative (SBTi)» und will seine Reduktionsziele bis zum Jahr 2030 erreichen. Grundlage für die Berechnungen sind «The Greenhouse Gas Protocol: A Corporate Accounting and Reporting Standard» (GHG Protocol) mit seiner Ergänzung «Corporate Value Chain Accounting and Reporting Standard».

Insgesamt haben 194 Staaten das Pariser Klimaabkommen unterschrieben, darunter auch die Schweiz. Auch viele Unternehmen haben sich zur Einhaltung des Abkommens verpflichtet. PET-Recycling Schweiz hat sich für die Umsetzung des ambitionierteren 1,5-Grad-Ziels entschieden.

PET-Recycling Schweiz will seinen Teil dazu beitragen, die Erderwärmung so stark wie möglich zu reduzieren. Gleichzeitig will der Verein den Tatbeweis erbringen, dass eine gesamte Branche auch hoch gesteckte Klimaziele allein durch eigenverantwortliches Handeln und mit freiwilligen Massnahmen erreichen kann.

Ja. PET-Recycling Schweiz wird vom Umweltberatungsunternehmen Carbotech und von den Klimaexpert:innen von Swiss Climate unterstützt und kontrolliert. Ab 2023 wird die Recycling-Organisation zusätzlich zum Geschäftsbericht einen öffentlich verfügbaren Umweltbericht publizieren, in dem die Fortschritte dokumentiert werden.

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